Der Grüezi-Weg damals

„Der Camor selbst scheint ein mächtiger Fels zu seyn, über welchen da, wo die Abhänge sanfter sind, die Länge der Zeit ein Kleid von fruchtbarem Erdreich geworfen hat. Die Heerden geraten an den steilen Wänden desselben häufig in Gefahr, in die unabsehlichen Abgründe hinabzustürzen, die oft ganz unerwartet die fruchtbaren Alpen unterbrechen und durch kein Gehäge angezeiget sind. Auf der obersten Spitze, am Bord der Abgründe, scherzte eine Zahl kleiner junger Ziegen, ohne einige Gefahr zu ahnen; so sehr scheint dieses Thier geschaffen, die ungänglichen Felswände zu benagen.“ (Reisebeschreibung 1796)

Hoher Kasten Foto Max Burkhardt, Photograph, Arbon, 5580 _RU

Hoher Kasten Foto Max Burkhardt, Photograph, Arbon, 5580 _RU



„Ein sehr interessanter, wenn auch etwas schwieriger Weg führt endlich vom Hohen Kasten über den Stauberengrat in 3 Std. [zum Furgglenfirst] hinüber. An dem wundervoll klaren Morgen des 13. Juli 1884 wanderte ich dem schmalen Pfad entlang, welcher auf dieser aussichtsreichen Höhe, bald auf-, bald abwärts geleitet, im Angesicht des prächtigen Felsturms der Kanzel. Ein alter Senn, der über mir auftauchte, wünschte mir treuherzig „Guten Morgen“ und fragte, wo ich hin wolle. Beim Nennen meines Ziels schüttelte er bedenklich den Kopf und rannte davon, um seinen Buben herbeizuholen, der mir das Geleit geben musste, trotz meiner Versicherung, dass ich mich nach den Angaben des bergkundigen Kastenwirts gar wohl zurecht zu finden getraue. Der Weg erfordert von der Kanzel an allerdings Mut, Orientierungsgabe und sicheren Tritt.“ (Prof. Kuhn 1888)

Staubern Foto M. Burkhardt, Arbon, Nr. 5565 _RU

Staubern Foto M. Burkhardt, Arbon, Nr. 5565 _RU

Herzlichen Dank an Roger Urfer, der uns diese und viele weitere alte Fotos zukommen liess.
weitere Bilder Hoher Kasten
weitere Bilder Staubern

Die obigen Zitate stammen aus „Damals im Alpstein“ Doazmol Band 6

Der Internationale Campingplatz in Bendern

Hier eines von mehreren alten Bildern aus Bendern:

Bendern Foto Herkunft unbekannt _RU

Bendern Foto Herkunft unbekannt _RU

Herzlichen Dank an Roger Urfer, der uns diese und viele weitere alte Fotos zukommen liess.
Link zur Sammlung über das damalige Bendern und viele weitere
Fotos „rhein-abwärts“.

Haag – kaum wiederzuerkennen

Als die Haager Kreuzung nicht nur Gesprächsstoff lieferte sondern auch Gespräche zuliess:

Haag Foto Verlag Max Bauer, Fotograf, St. Gallen _RU

Haag Foto Verlag Max Bauer, Fotograf, St. Gallen _RU

Herzlichen Dank an Roger Urfer, der uns diese und viele weitere alte Fotos zukommen liess.
Link zur Sammlung über das damalige Haag

unbekannte Bekannte

Anlässlich der Recherche zu Doazmol Band 6 über die Berggänger damals im Alpstein tauchten folgende Fotografien auf, vielleicht erkennt jemand die abgebildeten Personen:

Klassenausflug mit Lehrer, Mutschengipfel 1927:
Mutschen-Gipfel 1927

Gasthaus Aescher um 1925:
a Aescher um 1925new

Wirtshaus Wildkirchli um 1925:
a Wildkirchli um 1925new

Schniiders Karl

(Teil 4 der vierteiligen Artikelserie zum Thema Verkehrswege/Strassenverkehr)

Hochbeladen - SchniidersKarl

„De Schniiders Karl ischt o oana vo de zimmli erschte gse, wo en Ouuto gha het.“

Vom Werden und Vergehen des Sämbtiser- und Fälensees

Artikel im Appenzeller Kalender 1939 betreffend Untersuchungen der Abflüsse der beiden Seen im Alpstein.

Sämtisersee 1939

Der Artikel „Vom Werden und Vergehen des Sämbtiser- und Fälensees“ hier als PDF

Ganz am Schluss der letzten Seite findet sich übrigens noch ein herrliches Gedicht.



Klettern in den Kreuzbergen

Christian Buchholz aus Moormerland hat eine eindrückliche Sammlung an historischen Fotos, Ansichtskarten und Berichten zusammengestellt und besitzt ein profundes Wissen u.a. über die Ostschweizer Bergwelt. Ich freue mich, dass er auf Doazmol einen Teil seiner grossartigen Sammlung mit uns teilt. Freuen Sie sich mit. Siehe Link Klettern in den Kreuzbergen

Auf dem Grat des ersten Kreuzberges um das Jahr 1920. Fotograf: Jean Gaberell (1887-1949), Thalwil, Nr. 5160

Auf dem Grat des ersten Kreuzberges um das Jahr 1920. Fotograf: Jean Gaberell (1887-1949), Thalwil, Nr. 5160

weitere alte Fotos hochgeladen – neu auch von Haag

Habe diese Woche das in diesem Jahr angesammelte Material gesichtet, sortiert und hochgeladen.
Es freut mich besonders, nun auch alte Dokumente aus Haag präsentieren zu können, siehe hier

Fehlplanung beim Bau der Salezer Brücke

Zusammenbruch Salezer Brücke - Herkunft Foto unbekannt


Dieses Bild hatte ich vor längerer Zeit mal zwischengespeichert, um es hier zusammen mit dem entsprechenden Text des Salezer Fädlerbuben publizieren zu können. Leider hatte ich die Bildquelle nicht notiert. Die Textstelle hier unten einkopiert.

“Selbstredend mussten über den [neu gebauten Binnen-]Kanal auch Brücken erstellt werden, die dann auf ihre Tragkraft geprüft wurden. So erinnere ich mich noch lebhaft an die Prüfung der Kanalbrücke zwischen Salez und Haag, die etwa 500 m von Vaters Häuschen weg war. Der ersehnte Tag war da. Viele, viele Kiesfuhrwerke fuhren heran. Sie wurden mitten in die Brücke gestellt, die ganze Breite und Länge besetzt. Der etwa 12-15 m breite Kanal führte mehr als metertief scharf fliessendes Wasser. Schwarz befrackte Herren kletterten ausserhalb an den eisernen Brückenbalken herum und massen und massen.

Was sehe ich? Ich werde gewahr, dass in der Mitte der Brücke erst ganz langsam die Kiesfuder sich zu bewegen beginnen, dass ganz langsam sich die Brücke senkt, die äusseren Wagen fangen auch an, sich zu bewegen, die inneren schneller, von beiden Seiten her fahren sie in die Mitte und übereinander, die Brücke bricht. Die dicken eisernen Balken sind gekrümt wie “Türggebengel” und ragen ins Wasser hinunter. Dort unten sehe ich einen Herrn, der halb im Wasser hängt, eingezwängt ist zwischen Eisenbalken, die Kanalwellen spielen lustig mit den Flügeln seines Frackes, er aber ruft um Hilfe. Man weiss nicht in welchem Augenblick sich die Wagen weiter in Bewegung setzen könnten und so ist gewiss zu sagen, dass es beherzte Männer waren, welche den Verletzten aus der Situation retteten.

Einige Minuten später sah ich einen Trupp Männer, darunter auch mein Vater, welche einen befrackten Herrn umringten, packten und in den Kanal hinein zu werfen drohten. Das war der für den Brückenbau verantwortliche Ingenieur, Herr Wey. Die Sache bekam ein gerichtliches Nachspiel, dessen Verlauf und Ergebnis mir nicht bekannt ist.

Mich interessierte mehr, dass wir dann nachher auf der Abbruchstelle Eisennieten suchen und um einige Rappen abgeben konnten.”

Weitere Textauszüge des Fädlerbuben, die Salez betreffen, finden Sie hier.

weiss jemand wo dies ist?

Folgende Foto wurde in einer Sammlung in Sennwald gefunden, wobei nicht bekannt ist, wo das Bild aufgenommen worden ist.
Vielleicht wissens Sie es? Wenn ja bitte um Mitteilung über das Kontaktformular. Herzlichen Dank.

Erste Rückmeldung: „Er meinte sich ziemlich sicher zu sein, dass es sich auf dem Foto um das uralte Restaurant Krone in Sennwald handelte.“